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Sonntag, 28. Juni 2015

{Wie funktioniert eigentlich...?} - Farbiger Strich im Frosting-Swirl

Ihr Lieben, ich finde es ist doch mal wieder Zeit für eine Runde "Wie funktioniert eigentlich...?".
Schon ganz oft wurde ich gefragt wie man denn so einen farbigen Strich in den Frosting-Swirl bekommt, wenn man das Frositng auf die Cupcakes aufspritzt.
Da das wirklich ganz einfach funktioniert, zeige ich euch jetzt mal wie:

Ihr braucht: Einen Einwegspritzbeutel und Tülle, Lebensmittelfarbpaste in der Farbe eurer Wahl, einen Pinsel und natürlich das Frosting.

Wenn ihr euren Spritzbeutel mit einer Tülle ausgestattet habt malt ihr mit der Lebensmittelfarbpaste einen Steifen innen in die Falte eures Spritzbeutels. Wundert euch dabei nicht, dass sich die Farbe Perlen bildet, das ist normal.
Vorsichtig füllt ihr anschließend das Frosting in den Spritzbeutel.
Das Ganz sieht dann so aus:


Wenn ihr wollt, dass der farbige Akzent später noch etwas besser zum Vorschein kommt, dann malt ihr in beide Falten jeweils einen feinen (0,5-1cm) Strich. Natürlich könnt ihr auch bei der breite des Strichs variieren und einfach mal ein bisschen ausprobieren.

Das Ergebnis kann dann zum Beispiel so aussehen:


Bei den Bananen-Glücks-Cupcakes habe ich zwei etwa 1cm breite Streifen in den Spritzbeutel gemalt.


Die Schoko-Vanille-Cupcakes haben nur einen ganz feinen Streifen in den Spritzbeutel bekommen.
Also ihr Lieben, probierts einfach mal aus.
Habt noch einen schönen Sonntagabend!

Mittwoch, 27. August 2014

{Wie funktioniert eigentlich...?} - Teigzutaten unter der Lupe

Habt ihr euch nicht auch schon einmal gefragt, wofür eigentlich genau die einzelnen Zutaten in einem Teig zuständig sind und was genau beim Backen passiert?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, habe ich gedacht, dass ich diesen Monat einmal einen Beitrag verfasse, der sich genau damit beschäftigt.

Eins vorneweg, beim Backen gehen jede Menge chemische Reaktionen von statten. Ich bin kein Chemieprofi, also seht es mir bitte nach, wenn meine chemischen Erläuterungen nicht ganz so professionell klingt ;-)

Eier
Das Eiweiß besteht hauptsächlich -wie der Name schon sagt- aus Eiweiß und Wasser, das Eigelb enthält hingegen Fett.

Das Eigelb spielt bei der Herstellung von Teig eine entscheidende Rolle:
Bei dem Versuch Wasser und Fett zu mischen wird man schnell feststellen, dass es nicht funktioniert und das Fett auf der Oberfläche schwimmt. Jetzt kommt das Eigelb ins Spiel, besser gesagt das darin enthaltene Lecithin. Das Lecithin kann nämlich kleinste Wasser und Fettteilchen gleichzeitig festhalten.
Werden Teigzutaten nun mit dem Rührgerät aufgeschlagen, zerlegen sie sich in kleine Bestandteile und werden gleichmäßig im Teig verteilt.

Bei dem Eiweiß könnt ihr euch vorstellen, dass viele kleine Eiweißfäden durch das Eiklar schwimmen. Wird es nun kräftig aufgeschlagen entsteht ein fester Eischnee deshalb, weil sich die vielen Eiweißfäden zu einem Netz verhaken und Kleien Luftbläschen in den Zwischenräumen festhalten. Teig mit Eischnee wird deshalb schön locker.


Zucker
Zucker enthält Kohlenhydrate, diese entstehend durch tune chemische Verbindung von Wasser-, Sauer- und Kohlenstoff.

Natürlich ist der Zucker vor Allem zum Süßen von Teigen da, jedoch bewirkt er auch, dass sich Gebackenes bräunlich färbt und einen ganz bestimmten Geschmack nach dem Backvorgang annimmt (dies durch Verbindung von Eiweiß und Zuckermolekülen). Um das auszuprobieren kann man einfach den Geschmack von rohem Teig mit dem gleichen Teig, jedoch gebacken, vergleichen.

Mehl
Das wohl am häufigsten verwendete Mehl für Kuchen, Torten etc. ist wohl das Weizenmehl Typ 405, da es optimale Backeigentschaften aufweist. Es enthält reichlich Gluten, das dafür sorgt, dass sich eine Art Teiggerüst bildet und ihn somit zusammenhält.
Nicht alle Mehle verbacken sich gleich, denn sie unterscheiden sich in der Zusammensetzung zwischen Stärke und Eiweissgehalt. Der Geschmack des Mehles hängt zu einem von der Getreidesorte ab und zum anderen vom Ausmahlungsgrad. Dabei gilt je höher die Typenzahl desto höher ist der Gehalt an Mineral- und Ballaststoffen (das Mehl ist umso dunkler).

Speisestärke
Stärke wird aus Kartoffeln, Mais oder Weizen gewonnen und sind besonders feinkörnig. Beim Backen kann durch Speisestärke ein Teil des Mehls ersetzt werden, Rührteige werden damit gut gebunden und feinkrümelig. 


Backpulver
Das in Tütchen abgefüllte Backpulver setzt sich aus den folgenden beiden Bestandteilen zusammen: Natron und einer Säure (zum Beispiel Weinstein).

Die chemische Reaktion des Backpulvers setzt in Verbindung mit der Feuchtigkeit des Teigs und der Wärmezufuhr des Backofens ein. Natron und Weinsäure reagieren miteinander und bilden viele kleine Gasbläschen (Kohlendioxid). Diese Dehnens ich durch die Hitze weiter aus und heben so den Teig um sich herum an. Aus dem Teig entweichen können sie jedoch nicht, da der Teig beim Backen fest wird und die Bläschen so einschließt (nach dem Backen sieht man mini-kleine Luftlöcher im Teig).

Zu wenig Backpulver lässt einen Teig also nicht aufgehen, zu viel Backpulver hingegen lässt den Teig in sich zusammenfallen, weil die Menge der Kohlendioxidbläschen nicht von dem Teiggerüst gehalten werden können.

Durch die Zugabe von Natron unterstützt die Wirkung des Backpulvers. (Natron alleine führt jedoch nicht zum gewünschten Ergebnis, da der Reaktionspartner "Säure" fehlt).

Butter/Öl
Fett, Fett und noch mehr fett :-)
Doch dadurch wird ein Teig geschmeidig und saftig. Außerdem ist Fett ein wichtiger Geschmacksträger, Aromen können sich richtig entfalten.

Passiert schon ganz schön viel im Backofen.
War für euch denn etwas dabei, was ihr noch nicht wusstet?

Dienstag, 29. Juli 2014

{Wie funktioniert eigentlich...?} - Beeren-/Fruchtmark

Ihr Lieben es ist wieder Zeit für eine Runde "Wie funktioniert eigentlich...?".
Ich bin ein großer Fan von allem Selbstgemachtem und so versuche ich auch immer wieder einmal neue Sachen aus. So kam ich auch auf die Idee Beeren-/Fruchtmark selbst herzustellen. Das Mark kommt bei mir bei verschiedenen Gelegenheiten zum Einsatz: So zum Beispiel auf Eis und Dessert, in Torten, Joghurt oder auf Grießbrei mmmmhhhh Grießbrei :-)

Habt ihr auch schon einmal ein Fruchtmark gemacht? Wofür verwendet ihr es?

Im Prinzip ist Beeren-/Fruchtmark Marmelade ohne Geliermittel (also nicht fest sondern dickflüssig) sozusagen eine Art Obstbrei, der aus einer beliebigen Obstsorte und Zucker hergestellt wird. Das Mischverhältnis beträgt dabei 2:1.

Wenn das Mark direkt in luftdichte Behälter gefüllt wird hält es sich ungeöffnet etwa 4-5 Monate und geöffnet etwa 2 Wochen (geöffnet sollte es im Kühlschrank gelagert werden).

Wie genau das Mark kredenzt wird zeige ich euch jetzt mit dem Brombeerenmark, das ich letzte Woche für meine Joghurt-Torte gemacht habe.


Zutaten
(ca. 400g)

400g Brombeeren
200g Zucker

Zubereitung

Brombeeren waschen und verlesen.
Beeren zusammen mit dem Zucker in einem Topf unter Rühren erwärmen bis die Brombeeren ganz weich sind und sich fast aufgelöst haben.


Beerenmasse pürieren und anschließend durch ein feines Sieb streichen. So werden Kerne und gröbere Stückchen aussortiert werden.

Die aufgefangene Masse nun bei mittlerer Wärmezufuhr köcheln lassen, bis sie etwas eindickt (etwa 20 Minuten).
Anschließend direkt in ein Einmachglas oder eine Glasflasche füllen und luftdicht verschließen.



Sonntag, 22. Juni 2014

{Wie funktioniert eigentlich...?} - Frosting mehrfarbig aufspritzen

So beginnt ein schöner Tag:
Die Vögel zwitschern, die ersten Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch die Blätter in den Bäumen und ab und an bringt ein Windhauch die Gräser im Gartenteich zum Rasscheln. Hach, schön und so poetisch ;-)
Ja, und zwischen alledem sitze ich mit einer Tasse Kaffee und dem Laptop auf der Terrasse. Sogar die Schwiegerhunde haben es sich hier draußen gemütlich gemacht ;-)

Perfekt um euch den neuen Teil meines Blogs "Wie funktioniert eigentlich...?" vorzustellen.
Ich freue mich riesig und hoffe, dass es euch gefällt und vielleicht sogar der ein oder andere Post hilfreich ist.

Aber worum geht es eigentlich?

Mit "Wie funktioniert eigentlich...?" möchte ich regelmäßig kleine Anleitungen vorstellen oder ein Thema aufgreifen, das sich mit kleinen Stolpersteinen beim Backen beschäftigt und mit welchen Tipps und Tricks diese vermieden werden können.

Ich freue mich, wenn dieses Projekt durch eure Fragen und Ideen weiter wächst.
Oder auch wenn ihr euch vielleicht an ein Rezept oder andere Sache rund ums Thema Backen nicht herantraut, einfach schreiben, ich probiere es gerne für euch aus und erzähle dann über die Erfahrungen, die ich gemacht habe, in einem meiner nächsten Posts.

So und nun los geht's, den Anfang macht "Frosting mehrfarbig aufspritzen":

Um Frostigen mehrfarbig auf Cupcakes aufzuspritzen gibt es mehrere Möglichkeiten.

Bei einem zweifarbigen Frosting verwende ich immer die folgende Variante:

Die gewünschte Tülle in den Spritzbeutel einsetzen und diesen dann in ein hohes Gefäß stellen (ich nehme immer eine Vase), dabei den Spritzbeutel über den Vasenrand stülpen.

Nun streift man abwechselnd immer einen Esslöffel der einen Farbe an den linken Rand und einen Esslöffel der anderen Farbe an dem rechten Rand ab. Das Frosting "läuft" automatisch nach unten.


Nun das Frosting wie gewünscht aufspritzen :-)


Drei und mehr Farben bekommt man so ganz einfach auf die Cupcakes:

Gewünschet Tülle in den Spritzbeutel einsetzen und diesen in ein hohes Gefäß stellen.

Die unterschiedlich gefärbten Frostings werden jeweils der Länge nach in die Mitte auf ein Stück Frischhaltefolie gegeben. Dabei darauf achten, dass an den Enden etwa 3-4cm Folie ausgespart werden, da ansonsten das Frosting auslaufen kann. Die Folien werden dann zusammengerollt und die Enden zusammen gedrückt:


Die Enden an einer Seite nun bis kurz vor dem Frosting abschneiden und die "Frostingrollen" zusammen in den vorbereiteten Spritzbeutel stellen.


Zum Aufspritzen das obere Ende des Spritzbeutels mit der Frischhaltefolie zusammendrehen. Fertig sieht es dann so aus:



Auch schon gesehen habe ich, dass alle Farben nebeneinander auf ein Stück Frischhaltefolie gegeben und dann zusammen eingerollt werden. Ich finde das ist natürlich auch eine tolle Idee, werde ich demnächst ausprobieren und berichten wie es funktioniert hat :-)